Malerin Kleinmachnow - Katharina von Baibus
Katharina von Baibus
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Willkommen


Die Schleuse in Kleinmachnow war das erste Bild, das Katharina von Baibus am Beginn der deutschen Wiedervereinigung malte. Seit 1995 wohnt und arbeitet sie nun an dem Ort, in dessen alter Dorfkirche sie 1950 getauft wurde und in dem sie einen Teil ihrer Kindheit verbrachte, sogar in dem Haus, das ihr Großvater Friedrich Blume baute. "Kindheitsmuster" und Heimatliebe durchdringen die neue Lebensphase. In den Kleinmachnower Jahren entstanden zahlreiche neue Werke zu Themen aus Brandenburg und Berlin und bezeugen einen neuen Schub an Kreativität und Fleiß. Interpreten haben die "Märkischen Ansichten" mit Fontanes "Wanderungen" verglichen.

Großvater, Vater und Mutter Katharinas waren Architekten. Sie mögen beigetragen haben, ihre Visualität zu entwickeln. Jedenfalls bestimmen klare Kompositionen, deutliche Perspektiven, einfache  Proportionen, strenge, großflächige und geschlossene Formen ihre Bilder. Ja, sie bevorzugt Architekturen als Bildgegenstand. Selbst die Natur ist sachlich geordnet ohne unnatürlich zu wirken.

Menschen fehlen oder erscheinen als Beiwerk. Aber sie sind nicht total ausgeklammert. Die ausgebildete Kunsterzieherin nimmt den Betrachter ernst. Sie macht es dem Auge leicht, sie will keine Verwicklungen und Rätsel als Reizsteigerung. Dabei beeinträchtigt der Vorrang der Linie nicht die Faszination von Licht und Farbe. Diese beleben die Bilder mit eigenen Stimmungswerten: Würde, Heiterkeit, Melancholie, Einsamkeit. Die Malweise ist weder herkömmlich noch gefällig. Ich möchte davon absehen, sie irgend einer 'Kunstrichtung' zuzuordnen. Wenn ein Begriff zutrifft, ist es der des "linearen Stils" von Heinrich Wölfflin. Und wenn es eine moralische Intention gibt, ist es die, zu bewahren, was wir ererbt haben, die alten märkischen Bauwerke, Dörfer, Alleen und Gewässer.

In den Abbildern der realen Welt, die uns reizen, das Motiv aufzusuchen und zu besichtigen, tut sich eine Traum- und Kindheitswelt auf, harmonisch, still, schön und verletzlich. Wir folgen gern in diese Welt, weil wir in ihr eigene Sehnsüchte und Hoffnungen wieder erkennen und weil der Malerin jede störende Attitüde, jede aufdringliche Selbstdarstellung meidet.

Prof. Dr. sc. Hubert Faensen, Kleinmachnow